So viel Zeit hab ich nicht

Meine Morgenroutine ist seit vielen Monaten gleich.
(Okay, sagen wir: an jedem normalen Morgen…)
Der Wecker klingelt um 5 Uhr.
5 AMC.
Erster Kaffee.
Erste Sonnenstrahlen.
Erste kurze Meditation.
Yoga.
Zeit nur mit mir, meinen Steinen, und meinem Tagebuch.
Ruhe.
Stille.

Zwischen 6.00 und 7.30 dann das tatütata Familienorchester:
Kinder wecken, duschen, Pullover von Kind A suchen, frühstücken, Brotdosen befüllen, Spülmaschine ausräumen, Schultaschen packen, auf den letzten Drücker einen Eltern-Info-Zettel von Kind B unterschreiben, Bussi, Tschüss, bis später.

7.30: Wieder Stille. Tea & Meth, und die zweite, die gezielte – die eigentliche – Meditation.
Mindestens 30 Minuten.
Wenn keine Termine anstehen und im 5D-Fernsehen etwas Spannendes läuft, auch länger.

Danach bin ich wach, geerdet, geladen und klar.
Voll in meiner Energy, voll im Flow.
Der Tag kann kommen, ich bin schon da.

Wenn diese Routine mal ausfällt, merk ich das sofort.
Weil es am Abend vorher zu viel Wein und zu gute Gespräche gab.
Oder weil ein Kind krank ist.
Oder weil die Schumann-Resonanz wieder völlig gaga ist.
Warum auch immer…
Dann quäl ich mich um 6.00 Uhr, um 6.30 Uhr aus dem Bett.
Nix Yoga, nix Meditation.
Nix Energy, nix Flow.

Das war jetzt ein langer Abholer…

Aber wenn jemand um Rat/Erfahrungsberichte fragt:
„Was kann ich gegen meine Antriebslosigkeit tun?“
„Wie finde ich mehr Balance?“
„Wie kann ich mein Nervensystem stabilisieren?“
– egal ob in real life oder online in der nd-Bubble –
…und ich erzähle dann von meiner Morgenroutine, werden die Augen groß.
Erstaunen deluxe.
Vor allem bei: „Meditation – eine halbe Stunde?!
Was? So viel Zeit hab ich nicht!“

Und da muss ich innerlich schmunzeln
und an dieses alte Sprichwort denken:
„Verbringe jeden Tag mindestens eine Stunde in der Natur.
Es sei denn, du hast keine Zeit – dann zwei.“

Ich ergänze:
Verbringe täglich eine Stunde in der Natur und eine in dir.
(Meditation in der Natur zählt übrigens doppelt 😉 )


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