Gelassenheit kann man tanken

7.00 Uhr. Die Mäuse schlafen noch, ich schleiche mich raus. Am Pool herrscht reges Treiben. Geschirr klappert, Wasser plätschert. Schwärme von Zimmermädchen ziehen schnatternd vorbei. José lacht über Miguels Witze während er mit dem Schlauch die Fliesen abspritzt. Sonnenliegen werden verschoben und von den Almans sorgfältig mit Handtüchern bedeckt.
Ein schmaler Holzsteg führt über die Dünen zum Strand.


Stille.


Das Meer scheint noch zu schlafen. Langsam, ganz langsam erwacht es, aber es kuschelt noch mit geschlossenen Augen in seinem Nest und blinzelt ab und zu. Auch die Sonne sieht man schon hinter den Wölkchen gähnen. Hier und da kitzelt ein Sonnenstrahl zärtlich die Wasseroberfläche und das Meer beginnt zu glitzern.
Ich liebe diese ruhigen Stunden am Morgen allein am Strand. Hier tanke ich Ruhe, Geduld und Gelassenheit, die den ganzen Tag anhält.
Es ist, als würde meine Seele vom Meer mit Ruhe und Kraft durchtränkt werden, sodass es trieft und tropft und es reicht nicht nur für mich und die Mäuse, sondern schwappt auch auf den gestressten Camarero über, der auf einmal kurz innehält und anfängt zu lächeln wenn ich in meinem gebrochenen Spanisch einen Kaffee mit Hafermilch bestelle.
Das ist der beste Part vom Urlaub, ich werds so vermissen 🙂


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