Mut und Vertrauen
Mut bedeutet nicht, dass man keine Angst hat.
Mut bedeutet, dass man Angst hat, sich von dieser Angst aber nicht lenken lässt, dass man es trotzdem tut.
Wer kennt diese Weisheit nicht…
Ich war in meinem Leben schon sehr oft sehr mutig. Ich habe Gefahren gesehen, ich hatte Angst und ich habe es trotzdem getan. Bin ich stolz? Ich weiß nicht… Sehr oft, meistens sogar ist das gut gegangen. Aber viel zu oft ist dann doch etwas eingetreten, wovor ich Angst hatte. Und manchmal war das im Nachhinnein betrachtet einfach nur dumm.
Well… man darf Fehler machen und daraus lernen.
Heute habe ich keinen Mut.
Ich habe aber auch keine Angst.
Heute habe ich Vertrauen.
Und wenn man Vertrauen hat, hat man keine Angst.
Und dann braucht man auch keinen Mut.
Heute weiß ich, dass ich beschützt und geleitet bin. Ich habe immer und zu jeder Zeit Vertrauen, dass alles genau so passiert, wie es sein sollte.
Ich habe Vertrauen, weil ich weiss. Ich habe keine Angst, weil ich weiss. Weil ich in mich und meine Fähigkeiten vertraue und in etwas, das sich nicht erklären lässt. Ich habe ein ganz tiefes Urvertrauen. Ich weiß: „Mir kann nichts passieren, ich werde getragen.“
Wenn du logisch-rational bist, kannst du dir das als die perfekte Intuition vorstellen, die in nano-Sekunden alle bisher gemachten Erfahrungen und alle Erfahren, die jemals irgendjemand gemacht hat (Quantenphysik und so…) analyisert und bewertet.
Wenn du christlich bist, kannst du dir das als Engel vorstellen.
Wenn du irgendwie anders spirituell bist, kannst du dir das als „das Universum“ vorstellen.
Ich bin schamanisch geprägt und ich spreche von der „geistigen Welt“. Das verbindet das alles irgendwie.
Ich werde geleitet. Ich werde beschützt. Ich bin in Sicherheit. Immer.
Das bedeutet nicht, dass ich mich wie früher in etwas hineinstürze, obwohl ich Angst habe und mutig bin. Das bedeutet, dass ich mich nur in etwas hineinstürze, bei dem ich ein gutes Gefühl habe. Denn das lügt nicht.
Manchmal mache ich ganz verrückte Dinge, wo jeder „Vernünftige“ mir nen Vogel zeigt. Oder zeigen würde. Denn sehr oft erzähle ich niemandem davon…
Manchmal lasse ich mich auf etwas nicht (mehr) ein. Dann kommt schnell die Unterstellung „Du willst die Kontrolle nicht verlieren!“, „Warum hast du Angst?“ und „Hab doch Mut!“. Nee! Das hat nix mit Angst oder Mut zu tun. Ich habe keine Angst. Und ich weiss schon sehr sehr lange, dass ich fast gar nichts kontrollieren kann. Ich habe Vertrauen. Ich habe Vertrauen in mein Urteilsvermögen, in das was ich sehe, in das, was ich nicht erklären kann und in mein Gefühl. Und das sagt manchmal: Lass es. Ist ne Scheiss-Idee.
Ich muss gestehen: Manchmal werde ich noch schwach. Manchmal tue ich etwas, obwohl alles in mir „Naaaaaaaaaaaaaaaain“ schreit. Weil ich „mutig“ sein will, weil ich „über meinen Schatten springen“ will, weil etwas „richtig“ ist, weil ich ungeduldig bin und nicht abwarten kann, bis die Dinge einfach passieren.
Im Endeffekt wars ne Scheiss-Idee 🙂
Das Paradoxe und das Geile an Vertrauen ist: je mehr ich dieses Vertrauen habe, desto mehr werde ich getragen. Je mehr ich mich fallen lasse, desto mehr finde ich Halt. Je mehr ich darauf vertraue, dass es gut gehen wird, desto mehr Wunder geschehen.
Einer meiner Lieblingssätze ist
„Am Ende wird alles gut.“
Und mit dieser Erkenntnis ist er das umso mehr.


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